Einer für jede Gelegenheit – Zehn heiße Tipps für Teeliebhaber

Für viele Buchnerds verschmelzen ja Bücher, Schokolade und Tee in einer nahezu heiligen Symbiose. Gerade in den letzten Jahren haben auch wir das aromatische Heißgetränk in seiner ganzen Vielfalt immer mehr schätzen und lieben gelernt. Wer in Norddeutschland lebt kommt um das Thema Tee sowieso nicht herum. Von daher heute mal ein Post etwas abseits der Buchwelt – und irgendwie doch dazu passend…

In Ruhe einen Tee zu trinken ist wie eine kleine Auszeit vom Alltag. Das hat er eindeutig mit der gemütlichen Lektüre, der großen Auszeit, gemein. Dabei gibt es für jede Tageszeit und zu jedem Anlass so etwas wie den passenden Tee. Hier kommen heute also meine ganz persönlichen Lieblinge:

 

Moin moin – noch müde?

  1. Die acht Schätze der Shaolin (grüner Tee, aromatisiert)

Ein schön fruchtiger grüner Tee, der einen sanft in den noch jungen Tag starten lässt. Eine leichte Ananasnote mit Erdbeere und Sonnenblumenblüten. Ein Hauch von Exotik, aber nicht zu quengelig süß für den frühen Morgen. Einfach perfekt und geht eigentlich immer!

 

 

  1. Weißer Tee Jasmin (Teekanne)

IMG_4096Sehr simpel, ohne viel Schnickschnack, Teebeutel rein für nur drei Minuten und gut. Der Geschmack ist recht neutral, aber dennoch lecker. Mild, leicht anregend und auch auf nüchternen Magen gut verträglich.

 

 

  1. Darjeeling (schwarzer Tee, zum Beispiel von Meßmer)

IMG_4101Wenn es etwas mehr Power morgens sein muss, dann ist schwarzer Tee die richtige Antwort. Hier muss ich allerdings immer aufpassen, dass er nicht zu kräftig gerät, sonst starte ich mit Herzrasen in den Tag und der Geschmack haut mich vor dem Frühstück von den Füßen. Ein Darjeeling ist da genau das Richtige. Die Beschreibung auf der Packung trifft es genau: Blumig-lieblich.

 

 

  1. English Breakfast Tea (schwarzer Tee, Import aus UK)

IMG_4106Wenn es morgens mal ganz schlimm ist mit der Müdigkeit, dann muss die kräftige Variante her. Dieser wunderbare Tee wurde mir von einer Freundin auf Londonbesuch mitgebracht, mitsamt formschöner Dose. Er muss aber durchaus mit Vorsicht genossen werden, wenn man nicht hinterher im Kreis laufen möchte. 😀

 

Darf’s mal was Besonderes sein? Für die Auszeit zwischendurch

  1. Tanz der Beeren (weißer Tee, aromatisiert)

Ein Tee wie ein Stück Kuchen. Ein wenig schwer und man kann nicht ganz so viel davon trinken. Aber für eine große Tasse am Nachmittag perfekt und sooo lecker. Ist ja auch eine geballte Ladung süßer Früchte enthalten: Apfel, Ananas, Mango, Papaya, Himbeere, Erdbeere… Am prägnantesten finde ich geschmacklich die Birne, die bei all dem noch heraussticht. Und die Kornblumenblüten geben ein hübsches Bild dazu ab. Ein absolutes Genießerstück.

 

 

  1. LOVZE100

    Bild: Kusmi Tea

Für die exotische Auszeit. Das war ein Tee, den ich anfangs mehrmals trinken musste, bevor er mir schmeckte. Die Kombination aus Apfel, Orange und Karamell wirkte auf meinen Gaumen zunächst irgendwie ungewöhnlich, aber sehr interessant. Auch eisgekühlt soll er sehr gut schmecken, was ich bislang noch nie probiert habe.

 

 

  1. Irish Malt (schwarzer Tee, aromatisiert)

IMG_4105Mein Lieblingstee ever! Recht kräftig im Aroma, von daher sollte man lieber etwas im Magen haben. Aber der perfekte Begleiter für ein Stück Kuchen und die Teezeit. Schmeckt gar nicht so wirklich nach Whiskey (den ich auch gar nicht mag), dafür schön cremig und nach Schokoschalen (Kakao). Mit braunem Kandis veredelt ein Gedicht.

 

 

 

Wenn die Welt zur Ruhe kommt – der richtige Tee für den Tagesausklang

  1. Fenchel – Anis – Kümmel oder reiner Fenchel (Kräutertee, z. B. von Teekanne)

IMG_4097Viele mögen ihn nicht, ich zuerst auch nicht, und ich habe ihn am Anfang nur notgedrungen getrunken bei Krankheit. Das hat sich aber schnell geändert. Der perfekte Gute-Nacht-Tee, auch noch für den Nachttisch, denn man kann ihn auch nach dem Zähneputzen trinken. Er hat einen süßlichen Eigengeschmack und braucht eigentlich keinen Zucker. Ideal, wenn einem das Abendessen oder der Tag ein wenig quer im Magen liegen.

 

  1. Südafrikanischer Ovambo (Roiboos-Vanille, von Meßmer)

Vielleicht manchmal ein wenig künstlich im Geschmack, aber ich liebe Vanille und so ein warmer, milder Roiboos-Tee nach dem Abendessen ist nie verkehrt. Dazu ein gutes Buch…

 

  1. Ruhe & Gelassenheit (Kräutertee, DM)

IMG_4100Wenn ich gut schlafen will, meine absolute Geheimwaffe. Ein große Tasse und ich muss aufpassen, dass ich die Nacht nicht auf dem Sofa verbringe. Ein großartiger Tee zum Runterkommen und ebenfalls mit einer dezent süßlichen Note, die jeglichen Zuckerzusatz überflüssig macht. Die Zutaten unter anderem: Zitronenmelisse,Roiboos und Passionsblumenkraut.

 

 

Vielleicht sind ja ein paar schöne Tipps für euch dabei? Habt ihr auch tolle Tee-Geheimtipps auf Lager? Ich freue mich über Kommentare und Anregungen!

Wien, die Nationalbibliothek und ein kleiner Koalabär

Seit einigen Tagen bin ich heil zurück aus Wien – auf dem Rückflug hat uns Sturmtief Niklas ordentlich durchgeschüttelt. Vollgestopft mit jeder Menge großartigen Eindrücken aus dieser schönen und irgendwie majestätischen Stadt wollte ich euch mein persönliches Highlight nicht vorenthalten: Den Prunksaal der österreichischen Nationalbibliothek.

Unter Kaiser Karl VI. wurde der Prunksaal zwischen 1723 und 1726 in seiner ganzen barocken Pracht errichtet. Der Saal hat eine Länge von 77,7 m, misst 14,2 m in der Breite und ist stattliche 19,6 m hoch. In den Bücherschränken aus Nussholz finden rund 200.000 Werke Platz, darunter alleine 15.000 aus dem Fundus des Prinzen Eugen von Savoyen.

Am liebsten würde ich sie alle mitnehmen.

Am liebsten würde ich sie alle mitnehmen.

Einer von vier Prunkgloben Vincenzo Coronellis

Einer von vier Prunkgloben Vincenzo Coronellis

Optische Spielereien mit Hilfe von Spiegeln waren im Barock beliebt.

Optische Spielereien mit Hilfe von Spiegeln waren im Barock äußerst beliebt.

Als wir dort waren fand gerade eine Sonderausstellung statt: „Wien 1365. Eine Universität entsteht“ (noch bis 3. Mai). Die Sammlung umfasst unter anderem mehrere prächtige, von Buchmalern illustrierte Schätze aus dem Mittelalter bis hin zur Renaissance. Immerhin durfte ohne Blitz fotografiert werden, und da der Saal durch Fenster und Lichtquellen gut ausgeleuchtet war, sind die Fotos viel besser geworden als erwartet.

So eine schöne Bibliothek sieht man wirklich selten und die Fotos können nur eine Ahnung davon vermitteln, wie  imposant und beeindruckend das Ensemble nicht nur auf Bücherfreunde wirkt. Der Name macht dem Gebäude definitiv alle Ehre.

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Leider haben wir die Eröffnung des neuen Literaturmuseums der Nationalbibliothek verpasst. Ab 18. April soll man hier „die ganze Vielfalt und Vielstimmigkeit der österreichischen Literatur von der Aufklärung bis in die unmittelbare Gegenwart“ bewundern können. Mehr Infos findet ihr unter dem folgenden Link: http://www.onb.ac.at/services/veranstaltungen_detail.php?id=838

Aber Wien haben wir auch hoffentlich nicht zum letzten Mal besucht. 🙂

Ach ja: Im wunderschön gestalteten Tiergarten auf dem Gelände von Schloss Schönbrunn ist uns übrigens dieser schläfrige Zeitgenosse hier über den Weg gelaufen.

Da ich wegen urheberrechtlicher Überlegungen schon länger auf der Suche nach einem Ersatz für meinen Bewertungscoon bin, findet ihr ab sofort unter jeder Rezension den gemütlichen Koala. Süß ist er ja, da fällt der Abschied vom Waschbären nicht allzu schwer…

Vom fiktiven zum realen Widerstand: Thailands Putschgegner verwenden den Drei-Finger-Gruß aus den „Tributen von Panem“!

Morgens im Zug, meine verschlafenen Augen überfliegen die Zeitungsrückseite meines Gegenübers – und bleiben spontan an einem kurzen Artikel hängen, der bei mir wie eine kleine Bombe eingeschlagen hat: In Thailand verwenden Gegner des im Mai stattgefundenen Militärputsches offenbar bewusst den Drei-Finger-Gruß aus Buch und Film. Auch das Militär ist sich über die provokante Bedeutung der Geste durchaus im Klaren und behält sich vor, dagegen einzuschreiten.

Die Hand mit der Fläche nach vorne gestreckt, dabei nur Zeige-, Mittel- und Ringfinger erhoben: Im fiktiven dystopischen Amerika der Zukunft, das Suzanne Collins kreiert hat, formiert sich allmählich der Widerstand der unterdrückten Distrikte im Angesicht dieser Geste. Katniss benutzt dieses Symbol von Mal zu Mal bewusster und es verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Umso spannender, dass es sogar den Weg in die reale Welt gefunden hat.

Man kann die politische Lage in Thailand bewerten wie man möchte. Faszinierend bleibt es, welchen Einfluss Literatur und Film sogar weit über kulturelle Grenzen hinaus haben können. 🙂 Oder was haltet ihr davon? Überraschend? Nicht übermäßig spektakulär? Fallen euch noch ähnliche Beispiele ein, wo literarische Symbolik das politische Tagesgeschehen geprägt hat? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.

Hier noch der Link zu einem Presseartikel auf rp-online:

http://www.rp-online.de/politik/ausland/thailand-geste-aus-tribute-von-panem-wird-zum-zeichen-des-protests-aid-1.4288371

Fundstücke: Wer hat eigentlich gesagt, dass man Glück nicht kaufen kann…

…, denn bei mir hat’s gestern ganz gut funktioniert. 😉

Lesetechnisch ist gerade nicht allzu viel zu vermelden. So richtig rein komme ich noch nicht in „Nullzeit“. „Ein beklemmender, furioser, kalter Thriller“ (Buchrücken) – das hatte ich mir anders vorgestellt, aber vielleicht muss man dem Ganzen noch einige Seiten Zeit lassen… Jedenfalls wird dies das erste Buch, das in den Rahmen der „ABC der Verlage-Challenge“ fällt. Ich habe mir vorgenommen, neben den Rezensionen für jeden der Verlage ein kurzes Porträt zu erstellen, damit von dieser tollen Challenge mehr hängen bleibt, als eine bloße Namensaufzählung. Ich würde dann auch versuchen, nicht nur die ganz Großen der Branche ins Spiel zu bringen.

Jetzt aber zu meinem neuen Schmuckstück: DaWanda habe ich schon vor ein paar Jahren entdeckt, auf der Suche nach einem originellen Geschenk. Danach ist das Portal bei mir wieder in Vergessenheit geraten-das hat mir sicher eine Menge Geld gespart ;-).

Seit geraumer Zeit hatte ich daran gedacht, mir eine Buchhülle zuzulegen, da meine Schätze in der großen Tasche unterwegs doch einiges mitmachen müssen. Im Shop von Monastoria wurde ich fündig und hatte die Qual der Wahl. Doch unsterblich verliebt habe ich mich schließlich in dieses wunderbare Exemplar:

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Der nicht ganz günstige Preis war dann auch völlig gerechtfertigt. Keine zwei Tage später hielt ich das gute Stück in den Händen und wurde nicht enttäuscht: Super verarbeitet, das Material fühlt sich total geschmeidig an, ein schönes Lesezeichen mit Silberanhänger ist auch noch dabei und das Motiv und die Farben sind einfach…seufz…

So, genug geschwärmt. Ab heute wird das Lesen nur noch schöner 🙂

Fundstücke: Puzzle „Magisches Bücherregal“

Hallo liebe Leser,

diesem schmucken Stück konnte ich neulich nicht widerstehen…und so landete statt Buch mal ein Puzzle im Einkaufskorb. Ich würde ja sofort loslegen, aber der „Kleine Prinz“ hängt auch noch in der Warteschleife 😀

Jedenfalls hat mich das hier sofort an „Die Stadt der träumenden Bücher“ erinnert. Wenn man genauer hinsieht – hier leider eher nicht zu erkennen – sind die Buchtitel alle etwas verdreht. Vielleicht veranstalte ich nochmal ein Gewinnspiel, wenn ich fertig gelegt habe: Wer kann mir alle korrekten Titel nennen? Mal schauen, wenn es so weit ist…

Verlag: Ravensburger * „Magisches Bücherregal“ * EAN: 4005556191376

Fundstücke: 16 fancy gifts for book nerds

Hallo Leute,

unter diesem Link, der mir zugetragen wurde, gibt es einige ausgefallene Geschenkideen für Buchliebhaber, mit direkter Weiterleitung zum jeweiligen Shop. Aber vielleicht sollte man gar nicht erst bis zum nächsten Geburtstag warten 😉

Hier sind jedenfalls meine persönlichen drei Favoriten:

1. I like…

Kann ich ja leider nicht selber tragen, aber die Idee ist schonmal genial…Hier geht’s zum Shop.

2. Die besondere Brosche

Gibt’s auch in anderen Ausführungen. Jedenfalls wird für alle Schmuckstücke stets eine echte Buchseite verwendet. Aber das ist ja noch vergleichsweise sinnvolles Recyclen 🙂 Hier der Shop.

3. Die Zeit, die Zeit…

Da kann ich wirklich nur noch sagen: Bitte, bitte, verschenken – an mich 🙂 Hier.