Kinderbücher für die Kleinsten. Unsere persönlichen Erfahrungen und Lieblingstitel. Teil 1

Im Vorstellungsgespräch einer Buchhandlung stellte man mir vor einigen Monaten die klassische Frage: „Und, was haben Sie denn in letzter Zeit so gelesen?“ Gerade als ich ernsthaft darüber nachdachte etwas zerknirscht mit der bitteren Wahrheit herauszurücken, fiel mir ein, dass ich in den vergangenen drei Jahren sehr wohl Bücher in die Hand genommen hatte. Und sogar nicht wenige…

Die Suche nach wirklich guten und passenden Kinderbüchern für die ersten drei Lebensjahre meiner Kleinen gestaltete sich dabei schwieriger als gedacht. Jede Phase hatte so ihre ganz eigenen Tücken. Entscheidend war auch, dass der eigene Geschmack längst nicht in allen Fällen den Vorlieben des Kindes entsprach.

Als Erstes musste ich feststellen, dass es wenig Sinn macht, für ein Kind unter einem Jahr einen ganzen Sack Babybücher einzukaufen (auch wenn es mir schwerfiel, meine Ungeduld im Zaum zu halten 😉). Zunächst dienten sie nämlich der reinen Materialerkundung. *mjam* Der Sinn von Fühlbüchern hat sich mir auch nie so recht erschlossen – da kann man selbst kreativ ohne Ende werden, um das eigene Kind mit den verschiedensten Materialien in Kontakt zu bringen. Dasselbe gilt für diese kleinen, ganz einfachen Bilderbücher mit nur einer Illustration pro Seite. Sobald die Kleine krabbeln konnte, fand sie es sowieso spannender, die Regale mit den Erwachsenen-Büchern auszuräumen. Dabei hat sie dann auch tatsächlich angefangen, neugierig die Nase zwischen die Seiten zu schieben…und natürlich das Papier anzunagen. Mit gut neun Monaten konnte sie dann langsam etwas mit ihren eigenen Büchern anfangen und eine Liebe war geboren, die zumindest bis heute andauert.

Endlich war also der Zeitpunkt da – das Kind interessierte sich für „richtige“ Bücher! Die einzukaufen bedeutete eine kleine Herausforderung: Nicht zu wenige und zu einfache Illustrationen sollten es sein – wird schnell uninteressant. Aber zu komplex bedeutet wiederum Überforderung. Dann die Texte, am besten nur wirklich kurze, einfache Geschichten, nicht zu viel Text auf einer Seite. Sooo viel gibt der konventionelle Markt da gar nicht her, zumal das Meiste immer um die gleichen Themen kreist. Hinzu kommt, dass die Qualität oft bescheiden ist: Hässliche oder viel zu abstrakte Illustrationen, Bücher voll mit Rollenklischees, und, was ich ganz schlimm finde, Bilder, die in keinster Weise zu den dazugehörigen Texten passen…Dabei achten gerade die Kleinen ganz besonders auf die Bebilderung, stellen beim Vorlesen den Bezug her und sind auf die Bilder angewiesen, wenn sie sich alleine mit dem Buch beschäftigen und ihre Fantasie spielen lassen…

Hier also nun ein Blick auf unsere besten Erfahrungen, gestaffelt nach Altersempfehlung.

 

1. Reihe „Mein erstes Buch“ (ars edition)

Das waren ihre ersten absoluten Lieblingsbücher. Sie besitzen ein für dieses Alter äußerst handliches Format, die Seiten wirken aufgeräumt und nicht überladen und der robuste Karton überstand den immer noch vorhandenen Drang zum Knabbern und Pliesern ganz gut. Die Illustrationen fand ich einfach nur knuffig. Der Clou sind die witzigen Schiebeelemente, mit denen man prima spielen kann („Und jetzt springt der hungrige Löwe aus dem Busch…rooooaaarrrr…“). Die Themenvielfalt der Reihe ist angenehm groß (Tiere, Jahreszeiten, Wald, Bauernhof, Farben, Körper, Musik und und und). Die Kleine hatte wirklich lange ihre Freude daran und war weder über- noch unterfordert.

Empfehlung: Ab neun Monaten

 

2. Reihe „Hör mal“ (Carlsen)

Der Markt scheint ja förmlich überschwemmt von Soundbüchern. Einige davon sind wirklich hässlich illustriert und mit sehr nervigen, aufdringlichen Geräuschen ausgestattet (tatütataaa…). Außerdem haben wohl alle das Problem, dass sie schnell kaputt gehen. Diese Reihe hat bei uns vergleichsweise gut und lange durchgehalten, die Geräusche sind angenehm leise eingestellt, die Illustrationen wirklich schön und bei beidem wird viel Wert auf Realismus gelegt. Besonders faszinierend fand unsere Kleine zum Beispiel den Band „Mein Körper“, wo es unter anderem ums Schnarchen, Pupsen und Niesen ging 😉 Es gibt mittlerweile unzählige Bände zu allen möglichen Themenbereichen. Das Bilderbeispiel stammt aus dem wunderbaren Band „In der Nacht“. Da es nicht ganz leicht ist, das Geräusch auszulösen – man muss nämlich schon sehr punktgenau und fest drücken – muss man allerdings sehen, ab welchem Alter das Kind damit zurechtkommt. Der Verlag meint dazu: „Kinder ab 2 Jahren können die Bücher problemlos alleine bedienen, bei jüngeren Kindern sollten die Eltern die Soundbuttons drücken, da die Feinmotorik und Kraft der kleinen Finger noch nicht ausreicht.“ (https://www.carlsen.de/kinderbuecher/pappenbuch/hoer-mal-unsere-musik/20100)

Empfehlung: Ab einem bis anderthalb Jahren

 

3. Reihe „Erstes Lernen“ (Dorling Kindersley)

Im Grunde handelt es sich um ein typisches Wörterlexikon für kleine Kinder mit jeweils einem Themenfeld pro Doppelseite. Das Besondere hier: Statt Zeichnungen gibt es hochwertige Fotos von den Begriffen. Realistischer geht es nicht. Das ist einfach klasse und hat unsere Kleine mehr fasziniert als gezeichnete Bilder. Tiere sind natürlich immer ein Highlight, aber es gibt ja auch noch so viel mehr. Zum Beispiel Anziehsachen, Spielsachen oder Dinge aus dem Haushalt. Optisch besonders gelungen fand ich den Band über die Farben, in der jede Doppelseite einer bestimmten Farbe gewidmet ist. Auch Formen oder die Zahlen finden sich hier wieder. Bei uns wurde irgendwann tatsächlich mit Hingabe gelauscht, wie Mama Frösche, Tomaten und Bananen gezählt hat – bis eines Tages die Bedeutung langsam im Kopf angekommen ist. Daumen hoch!

Empfehlung: Ab anderthalb Jahren

 

4. Mein erstes großes KITA-Buch (ministeps-Bibliothek, Ravensburger)

Dein Kind kommt in die Kita? Dann könnte es sein, dass es sich hier bald in vielem wiederfindet. Der typische Kitaalltag vom Morgenkreis über den Mittagsschlaf, einen Ausflug in den Wald, eine Geburtstagsfeier bis hin zum Abholen wird auf zahlreichen Doppelseiten sehr anschaulich dargestellt, ergänzt durch kleinen Szenerien und Geschichten rund um die Mädchen und Jungen aus der fiktiven Gruppe. Der intensive Bezug zur Lebenswirklichkeit fasziniert meine Tochter spürbar bis heute. Sogar einzelne Charaktere hat sie ins Herz geschlossen, findet sie auf den verschiedenen Seiten unter den anderen Kindern wieder und spricht über sie. Was will man mehr erwarten…

Empfehlung: Ab anderthalb bis zwei Jahren.

 

5. Reihe „Sachen suchen“ (Ravensburger)

Wimmelbücher sind eine tolle Standardempfehlung im Buchhandel für Kinder ab circa 2 Jahren. Sie können immer wieder neu entdeckt werden, regen die Fantasie an, der Wortschatz wird ganz nebenbei trainiert, die Kinder können hunderte von Dingen benennen, nach Aufforderung suchen, ganz viele Fragen dazu stellen und man kann sogar kreativ werden und zu den Miniaturszenen eigene kleine Geschichten erschaffen. Also ein Haufen guter Gründe, warum der Markt an dieser Stelle wahnsinnig viel Material hervorgebracht hat.

Diese spezielle Reihe hat sich bei uns allerdings besonders bewährt. Zum einen ist sie recht schön illustriert und bis ins kleinste Bilddetail durchdacht, stimmig und sinnig. Die Auswahl der Schauplätze ist perfekt und man vermisst nichts. Ob es nun in einem Band die Jahreszeiten sind, die verschiedenen Räumlichkeiten im Kindergarten oder einfach eine Zusammenstellung von Plätzen aus dem Kinderalltag (Zoo, Supermarkt, Park, Frühstückstisch…). Zum anderen spielt auch das Format eine ganz entscheidende Rolle. Es sollte wirklich mehr Kinderbücher in DIN A5 geben denn der Standard DIN A4 ist tatsächlich oft zu schwer und/oder unhandlich für die Kleinen. So passt es einfach perfekt in die Tasche und kann wunderbar auch von schmalen Kinderhänden gehalten werden.

Empfehlung: Ab anderthalb bis zwei Jahren

Das war es erstmal für heute. Teil zwei folgt alsbald möglich… Übrigens bin ich sehr gespannt, ob jemand von euch auch noch gute Empfehlungen auf Lager hat?

DSGVO – du kriegst mich nicht!

Endlich kann der Blog wieder online gehen! Ein gutes Gefühl! Falls der eine oder andere mich vermisst hat – die DSGVO hat hier für eine längere Pause gesorgt.

Niemand möchte gerne ins Visier der Abmahnindustrie geraten. Also besser Vorsicht als Nachsicht. Der Aufwand erwies sich dann doch als beträchtlich und viele Unsicherheiten bleiben. Denn die Auslegung der neuen Datenschutzbestimmungen ist noch alles andere als eindeutig und im Netz kursieren zu einer Frage mindestens drei verschiedene Meinungen. Dennoch wage ich mich mit dem Blog wieder ans Licht der Öffentlichkeit und hoffe ein bisschen darauf, dass alles gutgeht und viele Dinge am Ende heißer gekocht als gegessen werden…Denn eines kam für mich nach den Investitionen der letzten Jahre überhaupt nicht in die Tüte: Den Blog aufzugeben. Leider stelle ich immer wieder anhand meiner Leseliste fest, dass einige Blogger wohl doch kapitulieren, was man ihnen angesichts der neuen Hürden kaum verdenken kann.

Ein „paar“ Auswirkungen hat das Ganze auch auf die Funktionalitäten meines Blogs. Likes, die Teilen-Funktion und Gravatar sind sicherheitshalber vorerst abgeschaltet, ebenso wie die Möglichkeit, Kommentare zu abonnieren. Kommentieren soll selbstverständlich weiterhin erlaubt bleiben – welche Art von Interaktion mit dem geneigten Leser wäre denn da sonst noch übrig? Eine Datenschutzerklärung besitze ich selbstverständlich nun auch. Zusätzlich ist im Hintergrund einiges gelaufen: Upgrade auf einen anderen WordPress-Tarif, neuer Domainname, keine Werbung mehr (hooorayyy!!!), Auftragsdatenvertrag und vieles mehr…

Nun ja, es gibt natürlich auch die guten Seiten: Man lernt gezwungenermaßen viel über den technischen Background. Hostet man nicht selbst, weiß man normalerweise gar nicht, welche Programme da eigentlich im Hintergrund fleißig Daten verarbeiten und verschicken. Und man stellt mit Schrecken fest, dass man zwar an manchen Dingen durchaus drehen kann, jedoch vieles NICHT beeinflussbar ist. Stichwort Plugins… Bleibt mir nur übrig, Vertrauen in WordPress zu haben oder mich eines Tages doch mit den Grundlagen der Programmierung für einen selbstgehosteten Blog auseinanderzusetzen…Man wird sehen.

Wie sieht es bei euch aus? Hadert ihr noch mit der DSGVO oder seht ihr das Ganze (schon) gelassen? Wie erging es euch bei der Umstellung?

La coeur d’une autre, Tatiana de Rosnay

Es ist schon länger her, dass ich es ausgelesen habe, von daher wird die Rezension nicht ganz so detailliert. Die Lektüre empfand ich insgesamt als äußerst zäh, und das lag nicht an der französischen Sprache…

Dieser 1998 veröffentlichte Roman von Tatiana de Rosnay („Sarahs Schlüssel“) ist offenbar nie ins Deutsche übersetzt worden. Wer es auf Französisch probieren möchte – er lässt sich gut und flüssig lesen, der Stil ist zwar durchaus literarisch, jedoch nicht übermäßig komplex.

Darum geht’s:

Bruce Boutard kann man wohl guten Gewissens als Misanthropen bezeichnen. Seine Frau hat ihn aufgrund wiederholter Affären verlassen, viele echte Freunde hat er nicht und er verbringt sein Leben eher zurückgezogen, ohne echte Ambitionen oder Leidenschaften. Ständig ist er schlecht gelaunt, achtet weder auf sein Auftreten, noch auf seine Gesundheit. So ziemlich alles ist ihm egal. Bis er eines Tages eine schockierende Diagnose erhält: Sein Herz droht in naher Zukunft zu versagen! Quasi in letzter Minute rettet eine Transplantation sein Leben, doch danach ist Bruce nicht mehr derselbe Mensch. Und das reicht viele tiefer, als der Schock darüber, dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein…

Fabelhaftes:

Wie Bruce nach seinem einschneidenden Erlebnis die Dinge mit anderen Augen sieht und zu einem Leben übergeht, das trotz gesundheitlicher Einschränkungen wesentlich lebenswerter als sein bisheriges Dasein erscheint, ist stilistisch sehr schön herausgearbeitet; so beispielsweise die Schilderungen der sonnigen Toskana mit den lebensfrohen Menschen, die einen großen Kontrast zum grauen Paris und seiner farblosen Wohnung bieten. Auch in Bruce selbst gewinnt die Wärme plötzlich Oberhand, er beginnt, sich für Kunst zu interessieren, entwickelt einen Sinn für Ästhetik und das Schöne an sich. Die Außenwelt nimmt er nun mit neuer Wertschätzung wahr und er empfindet sogar, vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben, echte Liebe zu einer anderen Frau.

Weniger Fabelhaftes:

Bruces‘ radikaler Wandlung liegt (leider) nicht wirklich eine Läuterung seines eigenen Charakters zugrunde. Der eigentliche Auslöser hat etwas mystisches und wird leider viel zu schnell offensichtlich. Bereits die Überschrift (la coeur d’une autre, zu deutsch: das Herz einer anderen) und der Klappentext verraten hier, dass Bruce das Herz einer Frau implantiert bekommen hat. Wie ein Getriebener stellt Bruce immer weitere Nachforschungen zu seiner Spenderin an, deren Charakter und Leidenschaften sich auf nahezu unheimliche Weise mit den neuen Zügen an Bruce gleichen. Getreu dem Motto „Man sollte nicht zu viel wissen“ bringt er dadurch erneut sein eigenes Leben ins Wanken.

Eigentlich ein spannendes Ausgangsszenario, dem ein höchst interessanter Gedanke zugrunde liegt: Bin ich noch dieselbe Person, sobald ich ein fremdes Herz in der Brust trage?

Diese Frage wird hier jedoch, wie ich finde, viel zu plump und undifferenziert beantwortet. Bruce mutiert im Grunde zum Alter Ego der Spenderin. Das wirkt dann doch merkwürdig und übertrieben. Zudem wird die Spannung künstlich hochgehalten mit der Andeutung, dass Bruces‘ Nachforschungen über die Person der Spenderin große Geheimnisse enthüllen werden. Am Ende hat man sich zusammen mit Bruce auf eine weite Reise gemacht, sich durch das gesamte Buch gequält und stellt sich die Frage: Und das war es jetzt tatsächlich?

Summa Summarum:

Ich bin gespalten: Ein netter Roman, was für’s Herz ;-), für alle Kunstliebhaber und Toskana-Freunde. Doch Tiefgang, Logik und echte Begeisterung fehlten mir.

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Verlag: Le livre de poche * TB * August 2011 * 280 Seiten * 978-2-25312772-7

Einer für jede Gelegenheit – Zehn heiße Tipps für Teeliebhaber

Für viele Buchnerds verschmelzen ja Bücher, Schokolade und Tee in einer nahezu heiligen Symbiose. Gerade in den letzten Jahren haben auch wir das aromatische Heißgetränk in seiner ganzen Vielfalt immer mehr schätzen und lieben gelernt. Wer in Norddeutschland lebt kommt um das Thema Tee sowieso nicht herum. Von daher heute mal ein Post etwas abseits der Buchwelt – und irgendwie doch dazu passend…

In Ruhe einen Tee zu trinken ist wie eine kleine Auszeit vom Alltag. Das hat er eindeutig mit der gemütlichen Lektüre, der großen Auszeit, gemein. Dabei gibt es für jede Tageszeit und zu jedem Anlass so etwas wie den passenden Tee. Hier kommen heute also meine ganz persönlichen Lieblinge:

 

Moin moin – noch müde?

  1. Die acht Schätze der Shaolin (grüner Tee, aromatisiert)

Ein schön fruchtiger grüner Tee, der einen sanft in den noch jungen Tag starten lässt. Eine leichte Ananasnote mit Erdbeere und Sonnenblumenblüten. Ein Hauch von Exotik, aber nicht zu quengelig süß für den frühen Morgen. Einfach perfekt und geht eigentlich immer!

 

 

  1. Weißer Tee Jasmin (Teekanne)

IMG_4096Sehr simpel, ohne viel Schnickschnack, Teebeutel rein für nur drei Minuten und gut. Der Geschmack ist recht neutral, aber dennoch lecker. Mild, leicht anregend und auch auf nüchternen Magen gut verträglich.

 

 

  1. Darjeeling (schwarzer Tee, zum Beispiel von Meßmer)

IMG_4101Wenn es etwas mehr Power morgens sein muss, dann ist schwarzer Tee die richtige Antwort. Hier muss ich allerdings immer aufpassen, dass er nicht zu kräftig gerät, sonst starte ich mit Herzrasen in den Tag und der Geschmack haut mich vor dem Frühstück von den Füßen. Ein Darjeeling ist da genau das Richtige. Die Beschreibung auf der Packung trifft es genau: Blumig-lieblich.

 

 

  1. English Breakfast Tea (schwarzer Tee, Import aus UK)

IMG_4106Wenn es morgens mal ganz schlimm ist mit der Müdigkeit, dann muss die kräftige Variante her. Dieser wunderbare Tee wurde mir von einer Freundin auf Londonbesuch mitgebracht, mitsamt formschöner Dose. Er muss aber durchaus mit Vorsicht genossen werden, wenn man nicht hinterher im Kreis laufen möchte. 😀

 

Darf’s mal was Besonderes sein? Für die Auszeit zwischendurch

  1. Tanz der Beeren (weißer Tee, aromatisiert)

Ein Tee wie ein Stück Kuchen. Ein wenig schwer und man kann nicht ganz so viel davon trinken. Aber für eine große Tasse am Nachmittag perfekt und sooo lecker. Ist ja auch eine geballte Ladung süßer Früchte enthalten: Apfel, Ananas, Mango, Papaya, Himbeere, Erdbeere… Am prägnantesten finde ich geschmacklich die Birne, die bei all dem noch heraussticht. Und die Kornblumenblüten geben ein hübsches Bild dazu ab. Ein absolutes Genießerstück.

 

 

  1. LOVZE100

    Bild: Kusmi Tea

Für die exotische Auszeit. Das war ein Tee, den ich anfangs mehrmals trinken musste, bevor er mir schmeckte. Die Kombination aus Apfel, Orange und Karamell wirkte auf meinen Gaumen zunächst irgendwie ungewöhnlich, aber sehr interessant. Auch eisgekühlt soll er sehr gut schmecken, was ich bislang noch nie probiert habe.

 

 

  1. Irish Malt (schwarzer Tee, aromatisiert)

IMG_4105Mein Lieblingstee ever! Recht kräftig im Aroma, von daher sollte man lieber etwas im Magen haben. Aber der perfekte Begleiter für ein Stück Kuchen und die Teezeit. Schmeckt gar nicht so wirklich nach Whiskey (den ich auch gar nicht mag), dafür schön cremig und nach Schokoschalen (Kakao). Mit braunem Kandis veredelt ein Gedicht.

 

 

 

Wenn die Welt zur Ruhe kommt – der richtige Tee für den Tagesausklang

  1. Fenchel – Anis – Kümmel oder reiner Fenchel (Kräutertee, z. B. von Teekanne)

IMG_4097Viele mögen ihn nicht, ich zuerst auch nicht, und ich habe ihn am Anfang nur notgedrungen getrunken bei Krankheit. Das hat sich aber schnell geändert. Der perfekte Gute-Nacht-Tee, auch noch für den Nachttisch, denn man kann ihn auch nach dem Zähneputzen trinken. Er hat einen süßlichen Eigengeschmack und braucht eigentlich keinen Zucker. Ideal, wenn einem das Abendessen oder der Tag ein wenig quer im Magen liegen.

 

  1. Südafrikanischer Ovambo (Roiboos-Vanille, von Meßmer)

Vielleicht manchmal ein wenig künstlich im Geschmack, aber ich liebe Vanille und so ein warmer, milder Roiboos-Tee nach dem Abendessen ist nie verkehrt. Dazu ein gutes Buch…

 

  1. Ruhe & Gelassenheit (Kräutertee, DM)

IMG_4100Wenn ich gut schlafen will, meine absolute Geheimwaffe. Ein große Tasse und ich muss aufpassen, dass ich die Nacht nicht auf dem Sofa verbringe. Ein großartiger Tee zum Runterkommen und ebenfalls mit einer dezent süßlichen Note, die jeglichen Zuckerzusatz überflüssig macht. Die Zutaten unter anderem: Zitronenmelisse,Roiboos und Passionsblumenkraut.

 

 

Vielleicht sind ja ein paar schöne Tipps für euch dabei? Habt ihr auch tolle Tee-Geheimtipps auf Lager? Ich freue mich über Kommentare und Anregungen!

Aktionen: Geh‘ doch mal wieder in die Buchhandlung – zum Puzzlen

Ich bin ein großer Puzzlefan und gleichzeitig als Buchhändlerin eine natürliche Verfechterin des stationären Sortiments. Also muss ich einfach kurz auf diese gelungene Aktion hinweisen, die von der Buchhandlung „Lesezeichen“ aus Germering durchgeführt wurde und leider bereits wieder beendet ist.

Einen ausführlichen Bericht findet ihr hier auf Börsenblatt.net.

Die Buchhandlung stellte in ihrem Eingangsbereich ein 2.000-Teile-Puzzle zum Knobeln zur Verfügung. Jeder Kunde durfte sich daran versuchen und für jedes gelegte Teil verpflichtete sich die Buchhandlung zur Spende von zehn Cent für die örtliche Wasserwacht. Eine Woche lief die Aktion und tatsächlich wurde das Puzzle in dieser Zeit von den engagierten Besuchern komplett fertiggestellt. Ravensburger stiftete übrigens das wunderbar passende Motiv:„Die Welt der Bücher“

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Eine richtig schöne Idee, das mit dem guten Zweck sowieso, aber auch die Botschaft: Rafft euch doch mal wieder auf und schaut persönlich in eurer Buchhandlung vorbei. Da gibt’s nicht nur die Bücher sondern auch noch so einiges mehr, was das Herz des Bibliophilen höher schlagen lässt, direkt zum Anfassen, Durchstöbern und manchmal sogar zum Ausprobieren.

Und jetzt hab ich Lust auf dieses Puzzle bekommen…bestelle ich gleich morgen bei A…

Ne, kleiner Scherz, musste sein 😉

Jahresrückblick 2017

Sicherlich bin ich mal wieder (sehr) spät dran und dennoch wollte ich die Gelegenheit nicht verpassen, allen Lesern noch ein gutes neues Jahr 2018 zu wünschen!

Tatsächlich lebe ich noch und habe auch nicht vor, diesen Blog sterben zu lassen. Dafür steckt definitiv zu viel Herzblut darin.

Was also war los in 2017?

Um es mal so zu sagen: 2017 startete mit viel Wasser und Zerstörung in unserem Keller und endete mit dem Crash eines Umzugswagens und noch viel mehr zerstörtem Mobiliar. Wenn ich dann noch bemerken darf, dass diese Ereignisse an und für sich noch nicht die „Highlights“ des Jahres darstellten, dann wird vielleicht verständlich, warum sich hier so lange nichts getan hat. Wir haben lange darauf gewartet, dass die Katastrophensträhne endlich versiegt, und 2018 scheint uns bislang diesen Gefallen zu tun 😊

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Wir haben im Übrigen, nicht ganz freiwillig, dem kühlen Norden den Rücken gekehrt und in der „badischen Toskana“ eine neue Heimat gefunden. Das Meer ist ja schon nett, kann es aber mit Bergen, Kulturlandschaften und schönem Wetter dann doch nicht ganz aufnehmen. 😉 Also, wir fühlen uns jedenfalls bislang pudelwohl in der neuen Umgebung und sind jetzt schon ganz erstaunt, wie immens die Mentalitäten zwischen Nord und Süd tatsächlich differieren. Dazu vielleicht an anderer Stelle zu einer anderen Zeit gerne mehr…

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Gelesen habe ich 2017 in erster Linie Kinderbücher 😉 Es ist wunderschön zu sehen, wie sehr sich unsere Kleine schon im zarten Alter für Geschichten, Bilder und das geschriebene Wort begeistern kann. Ich plane zu diesem Thema definitiv noch einen eigenen Beitrag. Ansonsten liegen immerhin zwei ausgelesene Erwachsenenbücher zum Rezensieren bereit.

Und was erwartet euch 2018 hier sonst noch so?

In erster Linie hoffentlich wieder mehr Beiträge…Neben den Rezensionen möchte ich auch gerne Beiträge zu verwandten Rubriken verfassen. So lauern in meinem Ordner noch diverse halbfertige Artikel, beispielsweise zu den Themenbereichen Tee, Film und Serien. Des Weiteren schwebt mir eine Miniserie zum Thema „Berufe in der Buchbranche“ vor. Außerdem möchte ich zwischendurch ein wenig Reiseblog sein, gelungene Fotos einstellen, über Kultur und Mentalitäten schreiben, denn in den vergangenen Jahren sind wir kreuz und quer durch dieses Land gezogen und haben dabei so vieles erlebt, gesehen und erfahren, dass ich gerne etwas davon teilen möchte.

Ich habe mir also viel vorgenommen und hoffe doch sehr, zumindest einen Teil davon tatsächlich umsetzen zu können. Packen wir’s an! Ich wünsche auch allen Lesern dieses Jahr viel Kraft, neue Projekte anzugehen und eure Vorhaben zu realisieren.

Beste Grüße

Eure Aliénor

Jahresrückblick 2016

Geschätzte, treue Leser, zunächst einmal wollte ich euch allen ein frohes, buchreiches neues Jahr 2017 wünschen!!! Wenn auch mit etwas Verspätung, so wollte ich mir einen Rückblick auf das ereignisreiche Jahr 2016 dann doch nicht nehmen lassen.

Ereignisreich – dieser Beschreibung wird mein Blog seit geraumer Zeit leider nicht mehr gerecht. Dafür kam man als einigermaßen politisch interessierter Mensch kaum drum herum, das vergangene Jahr als historisch zu begreifen. Flüchtlingskrise, Rechtspopulismus, Europakrise, islamistischer Terrorismus, Brexit, Trump, Türkei…Es scheint an allen Ecken und Enden zu brennen und ich muss gestehen, dass ich noch nie so pessimistisch in einen Jahreswechsel hineingegangen bin, wie in diesen. Hoffen wir einfach, dass sich vielleicht doch Besserung an der einen oder anderen Front einstellt.

Persönlich war mein 2016 einigermaßen durchwachsen und hat vielerlei Anlass zum Nachdenken geboten. Auf der Plusseite: Unsere kleine Tochter ist mein absoluter Sonnenschein und Glücksfaktor Nummer eins, genau wie mein großartiger Mann. Da wir eine recht gute Betreuung gefunden haben (leider manchmal mit Abstrichen in der B-Note), konnte ich meinen alten Job mit den geliebten Kollegen wiederaufnehmen. Das macht richtig Spaß und tut gut. Jobtechnisch darf ich also weiterhin in der Buchbranche unterwegs sein, was ich sehr schätze.

Kommen wir nun zum Bücher- und Bloggerjahr 2016.

Das war, wie schon gesagt, weit weniger aufregend. Ich hoffe sehr, dass ich 2017 sukzessive wieder mehr Zeit in Bücher und Rezis investieren kann. Einer meiner festen Vorsätze für das neue Jahr. Jaja…wir werden sehen. Der Blog geht ja nun schon in sein sechstes (wow…) Jahr und ich bin trotz der wenigen Zeit für Beiträge froh, dass ich ihn zwischendurch nicht aufgegeben habe.

Vergangenes Jahr ist es tatsächlich häufiger passiert, dass mir von Autoren und Verlagen Rezensionsexemplare angeboten wurden. An dieser Stelle muss ich mich einmal ganz dolle dafür entschuldigen, dass ich oft lange gebraucht habe und am Ende auch schon mal ganz vergessen habe, auf die Anfragen zu antworten. Prinzipiell nehme ich gerne auch weiterhin Anfragen entgegen. Möglicherweise finde ich im neuen Jahr doch auch einmal Zeit für diese Dinge. Tatsächlich hatte sich unter den Angeboten von 2016 nichts gefunden, das mich so sehr gereizt hätte, dass ich dafür bereit gewesen wäre alles stehen und liegen zu lassen.

Zeit zum Stöbern hatte ich auch nicht so viel, dennoch ist mir der eine oder andere schöne Blog ins Auge gefallen und meine Linkliste bedürfte dringend einer Aktualisierung.

Sehr glücklich bin ich darüber, dass sich trotz der geringen Beitragsdichte hier immer noch regelmäßig einige Leser „verirren“ und auch ein paar Follower hinzugekommen sind. Das sorgt immer wieder für Motivation. Danke!

Die Statistik ist richtig mies: Gerade einmal drei Buchrezensionen und eine Filmbesprechung. Das kann ja eigentlich fast nur besser werden… Unter den mickrigen drei Büchern hat sich auch kein nennenswerter Knüller befunden. Ach, 2017, ich setze all meine Hoffnungen in dich! 😀